Louise Stomps
1900 Berlin – 1988 Wasserburg am Inn
Stomps war eine deutsche Bildhauerin und Grafikerin, die ihr künstlerisches Schaffen eng mit Berlin verband. 1928 begann sie ihre Ausbildung bei Johannes Röttger an den Vereinigten Staatsschulen und parallel bei Milly Steger im Verein der Berliner Künstlerinnen. In den späten 1920er Jahren entstanden erste Skulpturen aus Holz und Gips, darunter Figuren und Porträts. 1932 bezog sie gemeinsam mit der Bildhauerin Lidy von Lüttwitz ein Atelier in Berlin.
In den 1930er Jahren arbeitete Stomps zunehmend mit Stein und entwickelte eine eigenständige, vom menschlichen Körper ausgehende Formensprache. Als entschiedene Gegnerin des Nationalsozialismus zog sie sich ab 1933 weitgehend aus dem öffentlichen Kunstbetrieb zurück. Nach 1945 nahm sie ihre Ausstellungstätigkeit in Berlin wieder auf. Ihr zunächst figuratives Schaffen entwickelte sich später zunehmend zur Abstraktion, wobei die organische und körperbezogene Ausgangsbasis ihrer Skulpturen erhalten blieb.